Interview mit SHENANIGANS

15 03 2013

SHENANIGANS – Mit unwiderstehlicher Lebensfreude und Energie nimmt die in Graz beheimatete Band, mit Irin Annette Casey und Engländer Rob Cheese am Steuer, auch heuer wieder ihr Publikum mit auf eine musikalische Reise quer durch die grüne Insel und noch weiter.

6 Fragen – 6 Antworten

Der St. Patrick´s Day und das dazu passende Event im Dom im Berg steht vor der Tür. Aus welchem Grund ist der St. Patrick`s Day für euch ein ganz besonderer Tag?

Vor 20 Jahren zur Zeit der Bandgründung wurde der St. Patrick‘s Day in Graz eigentlich kaum beachtet. Die Shenanigans begannen damals mit dem alljährlichen, inzwischen schon zur Tradition gewordenen Konzert am 17.3. und hatten somit einen nicht unbeträchtlichen Anteil daran, dass der Irische Nationalfeiertag seitdem von so vielen Grazerinnen und Grazern gefeiert wird. Etwa zur gleichen Zeit begann der Irland-Hype rund um die Dubliners, Riverdance usw. und tat sein übrigens dazu.

Könnt ihr uns einen kurzen Einblick zu eurer Bandgeschichte geben? Wie habt ihr zusammen gefunden und was hat euch als Band geprägt?

Die Band wurde 1993 gegründet und spielte ihr erstes Konzert im Folkclub „Die Brücke“. Damals bestand sie aus vier Mitgliedern: Synnova O‘Gorman und Richard Haughton aus Irland und die in Graz schon bekannten Cheese Brothers, Rob und Rich aus England. Über die Jahre hin, sind einige Musiker zu uns gestoßen – jede(r) Einzelne hat die Band bereichert und seinen eigenen ,Sound‘ mitgebracht. Manche Einflüße sind bis heute geblieben, z. B. die von James Libbey, dem kanadischen Dudelsackspieler.

Welche Bedeutung hat euer Bandname?

Das Wort shenanigans hat seinen Ursprung im Gälischen und bedeutet soviel wie Streich, Blödelei, Unsinn.., also lauter Worte, die den Bandmitgliedern nicht unbedingt fremd sind…

Wie kommt es, dass Ihr euch für diese Musikrichtung entschieden habt?

Das war naheliegend, nachdem die Gründungsmitglieder der Band alle Iren bzw. Engländer waren. In den 90ern gab es eine recht große irische Community in Graz, hauptsächlich Leute, die zum Studieren kamen. Da die meisten Iren musikbegeistert sind und das Bedürfnis haben, ihre eigene Musik zu hören, gab es von Anfang an genug Publikum. Erst mit der Zeit hat sich der Österreicheranteil in der Band auf den heutigen Stand erhöht.

Was wollt Ihr mit Eurer Musik erreichen?

Das Schöne an Irischer Musik ist, dass sie es schafft, Menschen aller Altersgruppen zu begeistern. Unser Publikum ist heute noch genauso bunt gemischt wie damals und das freut uns natürlich.
Musikalisch hat sich die Band natürlich weiterentwickelt und spielt nicht mehr so traditionell wie in den Anfängen, wobei wir trotz aller anderen Einflüsse sehr auf die Wurzeln der Band und unserer Musik wert legen.

Was ist für die Zukunft geplant?

Für uns ist die Band so etwas wie eine erweiterte Familie geworden. Wir sehen uns zwar nicht mehr so oft wie früher, als wir noch an die 80 Konzerte im Jahr gegeben haben, einfach aus dem Grund, weil die Band inzwischen auf 8 Mitglieder angewachsen ist und deshalb die Auftrittsmöglichkeiten stark beschränkt sind. Dafür freuen wir uns umso mehr, wenn es mal wieder soweit ist. Die Band hat für uns etwas Selbstverständliches, das zwar nicht immer da, aber trotzdem nicht wegzudenken ist. Und so soll es noch lange weitergehen…

Shenanigans (c) Rudi Ferder

Shenanigans (c) Rudi Ferder

www.shenanigans.at





Hinter den Kulissen des “Pub im Berg”

14 03 2013

Die Vorbereitungsarbeiten für den St. Patrick’s Day laufen auf Hochtouren.
Der Dom im Berg beginnt sich zu verwandeln, Stück für Stück … bis zur Vollendung, dem “Pub im Berg”.

Pub Im Berg - Vorbereitungen

Es soll eine heimelige Atmosphäre kombiniert mit einer grandios effektvollen Bühne geschaffen werden. Um der Gemütlichkeit besonderen Ausdruck zu verleihen, darf eine ausreichende Barlandschaft mit reichhaltigem Angebot an Getränken nicht fehlen. Natürlich wird es auch an traditionell irischen Getränken nicht mangeln.

Pub Im Berg - Vorbereitungen





Interview mit BOXTY

14 03 2013

BOXTYIrish Folk von bitter bis süß! Liebe, Tod, Eifersucht, Fluchen und Verfluchen, Alkohol, Leidenschaft, Unschuld und deren Verlust, Abschied, Trennung und Wiedersehen: Inhaltlich sind irische Balladen keine leichte Kost. Durch BOXTY werden sie schmackhaft gemacht. BOXTY wählt dabei nicht den derben, lauten Weg – der Charme kommt subtiler, durch die Hintertür.

7 Fragen – 7 Antworten

Der St. Patrick´s Day und das dazu passende Event im Dom im Berg steht vor der Tür. Aus welchem Grund ist der St. Patrick`s Day für euch ein ganz besonderer Tag?

So manche Historiker behaupten, St. Patrick sei ein nüchterner, ernsthafter Mann gewesen, was wir persönlich ein wenig anzweifeln- wie käme er sonst so gut an bei den Iren? Auf jeden Fall- sagen sie- würde er sich im Grab umdrehen, wenn er wüsste wie exzessiv sein Namenstag heute gefeiert wird. Wir sagen -soll er sich drehen- Lebensfreude, gute Laune, Alkohol in Strömen- das ist für uns der St. Patrick’s Day Sláinte!

Was bedeutet euch die „Grüne Insel“ und woher rührt die Liebe zu Irland?

Bei unserem Sänger Eamonn, der aus Irland stammt, erübrigt sich diese Frage wohl. Für den Rest der Band ist es die Offenheit und Herzlichkeit der Iren sowie die unverwechselbare Wildromantik der Landschaft.

Könnt ihr uns einen kurzen Einblick zu eurer Bandgeschichte geben? Wie habt ihr zusammen gefunden und was hat euch als Band geprägt?

Mitte der 90er in unserem Wohnzimmer im Freundeskreis erklangen die ersten Töne, die für Eamonn ein Stückchen Heimat in Graz waren und reine Exotik für die anderen. In der jetzigen Besetzung spielt Boxty seit 2002. Der Sound der Band ist durch ein akustisches Setup definiert, das Repertoire umfasst hauptsächlich Traditionals.

Welche Bedeutung hat euer Bandname?

Boxty ist ein irisches Gericht aus Kartoffeln, die über Jahrhunderte das Grundnahrungsmittel der Iren darstellten und die einen wichtigen Teil der irischen Geschichte geprägt haben. Das könnte der Grund für die Namenswahl sein; ist es aber nicht. Uns gefiel der Klang des Wortes einfach ganz gut.

Wie kommt es, dass Ihr euch für diese Musikrichtung entschieden habt?

Es ist eine Musik, die ohne gleich kitschig oder pathetisch zu werden, sehr viele Emotionen ausdrücken kann. Sie lässt viel Spielraum für Interpretationen zu, was uns, als  Musiker wiederrum viel Experimentiermöglichkeiten mit Instrumenten, Sounds, Rhythmen gibt. Und sie ist geil!

Was wollt Ihr mit Eurer Musik erreichen?

Wir wollen möglichst vielen Menschen die vielen Facetten von irischer Musik zugänglich machen. Unser Publikum soll mit unserer Musik und den Geschichten drumherum unterhalten und zum Tanzen, zum Nachdenken und zum Lachen angeregt werden. Sozusagen, etwas für alle Sinne.

Was ist für die Zukunft geplant?

Eine Live-Balladen-CD und natürlich auch eine Welttournee…

Boxty

Boxty (c) Boxty

www.boxty.at





Irish Music & Dance

13 03 2013

HarfeDie irische Musik bezeichnet man auch als Irish Folk – im englischsprachigen Raum als Traditional Irish Music. Sie ist seit dem 17. Jhd. nachweisbar und erst im 18. Jhd. kamen Instrumente dazu. Die Lieder wurden über die Jahrhunderte oft mündlich überliefert und werden daher in gälischer Sprache vorgetragen. Seit Mitte des 19. Jhd. sind auch englische Texte bekannt. Typische Instrumente, die den Klang der irischen Folkmusik prägen sind: Fiddle (Geige), Tin Whistle (Metallflöte), Uilleann Pipes (Dudelsack), Akkordeon (Knopfakkordeon), Holzquerflöte, Klavier, Concertina, Banjo, Mandoline, Bodhrán (irische Rahmentrommel), Gitarre, irische Bouzouki und die keltische Harfe. Das regelmäßige Musizieren in irischen Kneipen bzw. Pubs ist ein wichtiger Teil der irischen Traditionen und auf der grünen Insel allgegenwärtig.

Im Bereich irischer Pop- und Rockmusik kommt es auch zum Einsatz von Instrumenten wie Uilleann Pipes und Low Whistle. Zu den Interpreten der Pop/Rock-Schiene werden die Dubliners, U2, Kate Bush, Enya, Rory Gallagher, die Boomtown Rats, Cranberries, The Hooters und Van Morrison gezählt.

Die Liebe zur Musik wird in Irland im Sommer mit zahlreichen Musikfestivals im ganzen Land gefeiert (Fleadh Cheoil na hÉireann, Spraoifestival, The Fiddler’s Green Festival, Cork Midsummer Festival,…). Viele davon sind für die Besucher sogar kostenlos. Die Festivals bieten eine gute Gelegenheit, die Iren von ihrer feierfreudigen Seite kennenzulernen.

Äußerst beliebt ist auch das traditionelle Tanzen zur irischen Musik. Es handelt sich dabei um eine Mischung aus Stepptanz und Formationstanz. Der rhythmische Stepptanz wird einzeln getanzt, wobei es sehr auf die Fußarbeit des Tänzers ankommt und die Arme, sowie Oberkörper werden dazu kaum bewegt. Des Weiteren sehr populär ist der Riverdance, eine professionelle Steptänzer-Show.

Passend zum Thema “Irish Music” folgen in den kommenden Tagen Interviews von “Shenanigans” und “Boxty“. Diese Bands werden uns die grüne Insel mit ihrer wunderbaren Musik am kommenden Sonntag 17.3. im Dom im Berg ein Stück näher bringen.

Shenanigans Boxty





Die romantische Geschichte des Claddagh Rings

11 03 2013

Der Claddagh Ring hat seinen Ursprung im irischen Fischerdorf Claddagh in der Nähe von Galway. Er besteht aus zwei Händen, die ein Herz erfassen, welches eine Krone trägt. Diese Symbole stehen für ewige Liebe, ehrliche Freundschaft und bedingungslose Treue. Dieser symbolträchtige Ring bildet das vollkommene Geschenk für einen Freund oder geliebten Menschen.

Es ranken sich viele spannende Legenden um den berühmten Claddagh Ring. Eine dieser Legenden erzählt von Richard Joyce der in Claddagh lebte und kanpp vor seiner Hochzeit von algerischen Piraten entführt und als Sklave an einen reichen, maurischen Goldschmied verkauft wurde. Er erlernte schnell das Handwerk seines Herrn und schaffte es zur Perfektion. Aus Sehnsucht nach seiner wunderbaren Verlobten schuf er sein Meisterstück, einen Ring der Liebe. Der Goldschmied bot seinem Meisterschüler seine Tochter und eine Geschäftsbeteiligung für sein Bleiben an, doch nichts konnte Richard davon abhalten nach Claddagh zu seiner einzig wahren Liebe zurückzukehren. In der Heimat angekommen schloss er seine auf ihn wartende bezaubernde Braut in die Arme.
Es gibt auch noch andere Deutungsweisen wie zum Beispiel aus der keltischen Mythologie in der die Hände den Göttervater und die Göttermutter darstellen und das Herz die Menschen symbolisiert.

Zu beachten ist die Trageweise des Rings, denn diese hat eine wichtige Symbolik. Wenn das Herz des Rings zu den Fingerspitzen weist so ist man noch auf der Suche nach der großen, einmaligen und wahren Liebe. Trägt man das Herz in Richtung Hand weisend so bedeutet dies, dass zwei Liebende sich für immer verbunden haben.

Wenn ihr euch also noch auf der Suche nach der großen Liebe befindet, dann könnte dieser Ring, unter der Voraussetzung der korrekten Anwendung, vielleicht euer Schicksal bestimmen.

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Cliffs of Moher

7 03 2013

Die Cliffs of Moher sind ein weiteres Naturspektakel in Irland und zählen zu den bekanntesten Steilklippen der Insel. Sie ziehen sich über eine Länge von 8 km und ragen an Ihrem Südende 120 m aus dem Meer, am O’Briens Tower sogar 200 m. Der Tower befindet sich an der höchsten Stelle des Cliffs und bietet ein spektakuläres Panorama. Der Parlamentsabgeordnete Cornelius O’Brian hatte im Jahr 1835 dem legendären Hochkönig von Irland diesen Beobachtungsturm bauen lassen, um mit der grandiosen Fernsicht seinen unzähligen Verehrerinnen zu imponieren.

Cliffs of Moher

Die Cliffs bieten vielen Vögeln ein Zuhause, in den Felsnischen tummeln sich unzählige Möwen, Dohlen und Lummen, aber auch Sturmtaucher und Papageientaucher sind hier zu finden. Das Besucherzentrum bietet auch einen spannenden Einblick in die Flora und Fauna der Cliffs. Heute ist es nicht mehr möglich direkt an den Rand der Klippen heranzutreten.

Die Cliffs of Moher sind immer wieder Schauplatz in Filmen. So wurden hier unter anderem Szenen für Harry Potter und der Halbblutprinz, Hear My Song und Die Braut des Prinzen gedreht.





Book of Kells

6 03 2013

Im Trinity College in Dublin findet sich ein wahres Kunstwerk und überragendes Beispiel der Buchmalerei – das Book of Kells. Der Ursprung des Buches ist heute nicht mehr ganz klar. Man vermutet, dass das Buch auf der schottischen Insel Iona im dortigen Kloster im 8. Jahrhundert begonnen wurde. Um es vor Wikingerangriffen zu schützen wurde es auf einem Schiff über das Meer in das irische Kloster Kells gebracht. Dort wurde es auch vollendet. Im 11. Jahrhundert wurde das Buch gestohlen, tauchte aber einige Monate später wieder auf. Nur der legendäre goldene Einband war für immer verloren.

Book of Kells

Das Book of Kells basiert auf der Vulgata, der lateinischen Bibelübersetzung des Hieronymus. Die Bibelübersetzung wird aber nicht wortgetreu wiedergegeben. Für das Book of Kells wurden nur die edelsten Materialen verwendet und keine Kosten gescheut. Die Seiten bestehen aus der Haut von hunderten Kälber, die Farbpigmente kamen aus aller Welt.
Vor allem durch die reichen Verzierungen ist das Book of Kells ein Meisterwerk. Jeder Abschnitt der Evangelien beginnt mit einer verzierten Initiale, von denen jede, es sind über 2.000, einzigartig ist. Figuren und Tiergestalten sind zwischen den Ornamenten zu finden. Jede einzelne Seite ist verziert mit typisch keltischen Mustern.
Das Trinity College bietet die Möglichkeit eine Doppelseite dieses Meisterwerk zu sehen. Alle drei Monate wird eine Seite umgeblättert um den Zustand des Buches gleichmäßig zu erhalten.








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